Stimmungsschwankungen am Eurospeedway
Am Wochenende ging das ADAC GT Masters in den Saisonendspurt am Eurospeedway Lausitz. Bei der drittletzten Veranstaltung des Jahres hatten das Duo Kechele / Schwager im freien Training sichtbare Probleme mit dem Setup. Dieses wurde zum zweiten Training weiter verfeinert, sodass man sich im Mittelfeld befand. Zum ersten Quali schraubte man noch etwas und so gelang es Kechele den 10. Startplatz zu erreichen. Für das zweite Quali von Schwager drehte man noch etwas an den richtigen Setup-Schrauben und er konnte auf den 3. Startplatz vorfahren.

Im Samstagsrennen gelang Frank ein Bombenstart, was ihn auf die 4. Position brachte. Jedoch verbremste sich eine Corvette, sodass er, um die Kollision zu vermeiden, ausweichen musste. Dies kostete wieder wertvolle Plätze und er lag wieder nur auf P9. Über die Runden konnte er sich einige Plätze nach vorne schieben. Durch eine Safetycarphase mit anschließender Rennunterbrechung wurde das ganze Rennen durcheinander gebracht. Die Zeit lief weiter herunter. Das Rennen wurde erst nach Ablauf des eigentlichen Boxenfensters wieder aufgenommen und es war noch kein Fahrerwechsel durchgeführt worden.
Bei Lambda Performance entschied man sich, nicht wie die meisten, sofort in der ersten Runde den Boxenstopp durchzuführen. Dieser kluge Schachzug spülte Schwager, der von Kechele übernommen hatte, auf die 4 Position. Diese konnte er bis zum Ziel halten und wertvolle Punkte für die Meisterschaft einsammeln.

Hoch motiviert ging man in das Sonntagsrennen. Nachdem man im ersten Lauf 6 Plätze gutmachen machen konnte, rechnete man sich von Startplatz 3 ein Podium aus. Schwager erwischte einen sauberen Start und lag auf Position 2 und jagte den vor ihm fahrenden Porsche. Mit öffnen des Boxenfensters löste sich die Haubenverkleidung auf der stark welligen Start-Ziel-Geraden. Wenige Kurven später musste Schwager den Wagen resetten, da eine Warnleuchte blinkte. Nachdem er zwahlreiche Plätze verloren hatte, nahm er wieder Fahrt auf und übergab an Kechele. Dieser kam jedoch nach einigen wenigen Runden zurück an die Box und gab auf. Zu starke Vibrationen und aerodynamische Probleme waren der Grund.

Mit dem Verlust der Fronthaube muss nun leider endgültig der Kampf um die Meisterschaft abgeschrieben werden. Zwar werden noch 100 Punkte verteilt, jedoch liegt Kechele mit 45 Zählern Rückstand auf den Führenden auf Rang 7. Sehr schade, wenn man bedenkt was hier möglich gewesen würde.
Eins darf jedoch bei aller Euphorie nicht vergessen werden: Im Gegensatz zu den werksunterstützten Teams von Audi, BMW, Porsche und Mercedes, hat das Privatteam Lambda Performance den neuen Ford GT eigenständig weiterentwickelt und im diesem Jahr erstmals eingesetzt. Diese Geschichte sollte man sich meiner Meinung nach immer im Hinterkopf halten.

Zwei Läufe stehen nun noch aus. In 2 Wochen geht es zur Premiere zum Slovakiaring und 2 weitere Wochen später zum Saisonfinale nach Hockenheim. Auch dort werden Schwager und Kechele wieder voll angreifen und für maximale Punkteausbeute kämpfen.

geschrieben von Sebastian Schlitter, am 02,09.2013
Hockenheim Finale 02.-04.10.



Free Practice 1: P1
Free Practice 2: P18
Quali 1: P6 (Verdonck)
Quali 2: P1 (Kechele)
Race 1: 
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